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Der zweite Anzug sitzt perfekt

Nur 64 Spielminuten benötigte der VfB Friedrichshafen, um vor 2.000 Zuschauern das 3:0 (25:20, 25:18, 25:17) über den VC Leipzig unter Dach und Fach zu bringen.

Dabei mauserten sich mit Lukas Divis, Marc Honore, Lukas Kampa und Libero Markus Steuerwald vier bisherige Wechselspieler zu Matchwinnern.

So mancher Zuschauer auf den Tribünen der Arena Friedrichshafen musste sich am Samstagabend wohl erst einmal die Augen reiben. Pünktlich zum Spiel gegen den VC Leipzig hatte Stelian Moculescu, Cheftrainer des VfB Friedrichshafen, eine nicht unwesentliche Veränderung seines Teams vorgenommen. Anstelle von Thomas Kröger schickte er zum ersten Mal in dieser Saison Markus Steuerwald im roten Trikot des Liberos auf das Spielfeld. "Man muss ja auch mal für die eine oder andere Überraschung sorgen", sagte Moculescu mit einem Augenzwinkern.

Steuerwald löste seine Aufgabe gut und trug damit seinen Teil zum ungefährdeten 3:0 (25:20, 25:18, 25:17) des VfB über Leipzig bei, der zugleich den sechsten Sieg im siebten Spiel und damit weiterhin Platz eins in der Tabelle der Volleyball-Bundesliga bedeutete. Dabei erlebten 2.000 Zuschauer eine unter dem Strich einseitige Partie, in der die Sachsen zwar kämpferische Qualitäten zeigten, letztendlich aber nicht an die Klasse der Häfler Akteure heranreichen konnten.

Mit der - bis auf die Liberoposition - gewohnten Startaufstellung mit Zuspieler Lukas Tichacek, Diagonalspieler Sung-Min Moon, den beiden Außenangreifern Georg Grozer und Idi sowie den Mittelblockern Juliano Bendini und Joao José dominierte der VfB von Beginn an das Spielgeschehen. Über 8:6, 12:7 16:12 bauten die Gastgeber ihre Führung konsequent bis zum 21:15 aus, als Moculescu mit Lukas Divis für Grozer und Marc Honore für Bendini die ersten Wechsel vornahm. Nahtlos fügten sich beide ein. Sie sorgten dafür, dass der zweite Durchgang zu einer ebenso deutlichen Angelegenheit wurde und es Moculescu erlaubte, Lukas Kampa für Tichacek ins Spiel zu bringen. Der 21-Jährige führte klug sowie selbstbewusst Regie und schuf damit die Basis, dass Friedrichshafen die Durchgänge zwei und drei ebenso souverän wie problemlos für sich entschied.

"Wir sind mit dem nötigen Ernst ins Spiel gegangen und haben verdient gewonnen", sagte Moculescu und lobte seine eingewechselten Akteure, die sich damit als perfekt sitzender zweiter Anzug präsentierten. "Sie konnten zeigen, dass sie gut sind und man sich auf sie verlassen kann. Allerdings habe ich das auch nicht anders erwartet." Anerkennend und respektvoll äußerte sich Leipzigs Trainer Steffen Busse, von 1998 bis 2000 selbst als Spieler für den VfB am Netz, nach der Begegnung. "Ein 3:0 ist nicht überraschend, wenn Friedrichshafen halbwegs konzentriert spielt. Die zweite Sechs reicht immer noch, um die meisten Kontrahenten in der Bundesliga zu schlagen", sagte er. "Wenn wir einen Punkt machen, macht Friedrichshafen zwei. Der VfB hätte schon eine außergewöhnliche Schwächephase haben müssen, damit wir die Chance haben, auch nur einen Satz zu gewinnen."

Nach dem Mammutprogramm der vergangenen zwei Wochen wartet auf das VfB-Ensemble nun eine wohlverdiente zehntägige Pause. Erst am übernächsten Mittwoch (26. November) sind Moculescus Mannen beim Auswärtsspiel gegen die SG Eschenbacher Eltmann wieder gefordert. Ob dann wiederum Steuerwald oder doch Kröger als Libero aufläuft, ist offen. "Gewisse Überraschungsmomente sind doch eine schöne Sache", sagte der Häfler Coach. "Und genau deshalb lasse ich mir vorher nur ungern in die Karten schauen."

Die weiteren Spiele des VfB Friedrichshafen
Mi. 26.11.2008    19.30 Uhr    BL: SG Eschenbacher Eltmann - VfB Friedrichshafen
Sa. 29.11.2008    19.30 Uhr    Pokal: VfB Friedrichshafen - VC Leipzig


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